Badfugen erneuern: Fünf Stellen, fünf Handgriffe
Ein Bad hat nicht eine Fuge, sondern mehrere, und jede verlangt eine andere Reihenfolge. Wir gehen sie hier so durch, wie wir vor Ort arbeiten: von der Wanne bis zum Spiegel.
Badfugen an der Wanne
Die Naht läuft längs der Wanne und an der Stirnseite, mit einer Ecke dazwischen. Mit der Klinge lösen wir die alte Raupe an beiden Rändern und heben sie am Stück aus dem Winkel. Danach kleben wir Wannenkante und Wand beidseitig ab, setzen das neue Silikon ohne abzusetzen über die ganze Länge und glätten es, bevor das Band abgezogen wird.
Badfugen am Waschbecken
Hinter der Armatur ist es eng, deshalb beginnen wir dort. Eine kurze Klinge löst die alte Naht, auch in den Winkeln zur Wand. Dann kleben wir Beckenrand und Wand ab, füllen die Fuge mit frischem Silikon und ziehen das Band weg.
Bad-Fugen am WC-Sockel
Beim Sockel kommt das Klebeband zuerst: rundum auf den Boden, mit etwas Abstand zum Fuss. Dann lösen wir die kurze Naht auf ganzer Länge und spritzen das neue Silikon rundherum ein. Das Band ziehen wir gleich danach ab, solange das Silikon frisch ist.
Fugen erneuern im Boden-Wand-Winkel
Wo Bodenplättli auf Wandplättli stossen, sitzt eine weiche Naht, die Bewegungen zwischen den beiden Flächen aufnimmt. Sie zieht sich entlang der Wände und ist darum häufig die längste Naht im Raum. Wir räumen die alte Raupe über die gesamte Strecke aus dem Winkel, besonders in den Ecken, wo Reste gern hängen bleiben.
Danach kleben wir Boden und Wand beidseitig ab und füllen den Winkel in einem Zug neu mit Silikon. Wie viele Meter es sind, hängt von der Grösse Ihres Bads ab und fliesst in die Offerte ein.
Fugen am Spiegel und Wandanschluss
Manche Spiegel schliessen mit einer schmalen Silikonnaht an die Wandplättli ab, meist über dem Lavabo, wo Spritzwasser hinkommt. Bei einer solchen Naht gehen wir vor wie am Lavabo: abdecken, die alte Naht entfernen, die Kante trocken wischen, neu ziehen.
Ist der Spiegel nur eingeklebt oder angeschraubt und zeigt keine sichtbare Naht, gibt es für uns nichts zu erneuern. Dasselbe gilt für Fugen zwischen Plättli: Sie sind Sache einer anderen Fachperson.